Teilhaben trotz Demnez
KOMPETENZ IN DEMENZ

Aktiv teilhaben, dem Leben Sinn geben – auch mit Demenz

Wenn die eigenen Möglichkeiten sich mehr und mehr reduzieren und Unterstützung zur Normalität wird, dann entsteht bei Erkrankten wie Angehörigen der Eindruck,  dass eigentlich gar nichts mehr geht. Und nicht selten wird dann gefragt: “ Wie kann ich eigentlich meine Mutter, meinen Vater, meinen Partner noch beschäftigen?“

Diese Frage ist einfach und schnell beantwortet: „Nicht beschäftigen, sondern aktivieren!“ Das ist die Herausforderung: Gefragt sind  Aktivitäten, die die Funktionen möglichst lange erhalten und gleichzeitig dem oder der Erkrankten, dass Gefühl geben, noch etwas zu können und ein wertvolles Glied der Gesellschaft zu sein.

Das Wort „Aktivität“ hat für Menschen mit einer Demenz eine ganz andere Bedeutung als für gesunde Menschen. Aktivitäten bedeuten für Menschen mit kognitiven Einschränkungen Funktionserhalt und ein Entschleunigen des Krankheitsprozesses. Selbstständig essen, so lange es eben noch geht, und wenn nichts mehr geht Fingerfood, sich selbst ankleiden, auch wenn es Stunden dauert, das Brot selbst belegen, sich selbst waschen und und und …

Für manche Ohren klingt das fast so, als wäre Verwöhnen nicht erwünscht. Ganz im Gegenteil. Das kann natürlich gelegentlich auch der Fall sein. Doch im Vordergrund steht die Erkenntnis, dass beim Krankheitsbild der Demenz funktionserhaltende Maßnahmen den Krankheitsprozess entschleunigen können.

Das heißt nichts anderes als sich ständig einander zuzumuten und miteinander in den Austausch einzutreten. Die entscheidende Frage ist nicht: „Was kannst Du heute nicht mehr?“ sondern: „Was kannst Du noch?“ „Was sind Deine vorhandenen Fähigkeiten und Möglichkeiten?“

Lassen Sie sich überraschen. Die Malteser arbeiten und schulen schon länger nach dieser Philosophie. Ganz neu werden junge Menschen  an der Altenpflegeschule in Duderstadt angeleitet, sich nach diesem Vorbild von Silviahemmet. Man darf darauf gespant sein, wenn diese jungen Leute die Altenhilfeeinrichtunge erreichen.

 

 

 

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Comment

  • Guten Tag,
    durch zufall bin ich auf Ihre Seite gestoßen. Bei meinem Ehemann besteht der Verdacht auf Alzheimer.
    ( Untersuchungen laufen bereits ) Hier auf dieser Seite habe ich bereits einen hilfreichen Artikel gefunden, der meine Besorgnis ein wenig runter schraubt. Sicher werde ich hier des öfteren sein, sollte sich der Verdacht bestätigen.
    Freundliche Grüße R. Büthe

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