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HOSPIZARBEIT UND PALLIATIVMEDIZIN

Christliche Krankenhäuser für breiten Ausbau der Palliativversorgung

Mit dem Schwerpunktthema „Palliativmedizinische Versorgung“ in der neuen Ausgabe des CKiD.Polit-Journals unterstreichen die Christlichen Krankenhäuser ihre Position in der aktuellen um neue gesetzliche Regelungen zur Verhinderung gewerblicher und organisierter Sterbehilfe beziehungsweise Beihilfe zum Suizid.

Gemeinsam machen sich katholische und evangelische Krankenhäuser dafür stark, dass der zeitnahe Ausbau der Versorgungstrukturen Vorrang haben soll vor neuen strafrechtlichen Regelungen, dass innovative Finanzierungsmodelle notwendig sind, um Schwerkranke in ihrer besonderen Situation individuell begleiten zu können, dass palliativmedizinische Kenntnisse elementarer Bestandteil ärztlicher Kompetenz werden müssen und dass die Bevölkerung besser über die Möglichkeiten der Palliativmedizin am Ende des Lebens aufgeklärt werden sollte.

Die Malteser treten seit Jahren engagiert ein für eine möglichst flächendeckende Palliativversorgung. Einen Beitrag dazu leisten die Malteser Krankenhäuser mit ausgewiesenen Palliativstationen. Besonders wichtig ist den Maltesern darüber hinaus, dass dieses Palliativangebot in ein möglichst dichtes Netz der ambulanten Hospizarbeit eingewoben sein muss, um wirklich alle Menschen in ihrem Wunsch nach Begleitung und mehr Lebensqualität in der letzten Phase des Lebens erreichen zu können. Neben einer spezialisierten Palliativversorgung in Palliativstationen und Hospizen muss besonders eine breite allgemeine palliative Versorgung in der Pflege und ärztlichen Betreuung gefördert werden. Hierzu gehören Wissensvermittlung und Anreizsysteme für die häusliche Versorgung.

Dazu stellt Professor Dr. Lukas Radbruch, Chefarzt im Malteser Krankenhaus Sel. Gerhard Bonn/Rhein-Sieg und Präsident der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin hier im Malteser Blog fest:

Im übrigen kann der Ausbau der Palliativstationen – gemeint sind hier solche Palliativstationen, in denen Standards der Fachgesellschaften wie der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin auch umgesetzt sind und die nicht bloß als solche deklariert sind – nicht die einzige Antwort sein auf das Leiden sterbender Patienten. Die meisten Menschen möchten in der vertrauten Umgebung sterben – wie sollte es auch anders sein? Deshalb hat der Ausbau der ambulanten Palliativversorgung sowohl zuhause wie in den Pflegeheimen hohe Priorität.“

Mit rund 130 ambulanten Hospiz- und Palliativangeboten in Deutschland, die 2013 über 14.000 Sterbende und deren Angehörige erreichten und in denen sich rund 2.800 Hospizhelferinnen und Hospizhelfer ehrenamtlich engagieren, setzen die Malteser auch hier – im engen Schulterschluss mit der Hospizbewegung – Maßstäbe. Aber auch das reicht bei weitem noch nicht.

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