Palliativversorgung statt ärztlich assistierter Suizid
HOSPIZARBEIT UND PALLIATIVMEDIZIN

Tagesschau.de: Unterwegs mit einer Malteser Hospizbegleiterin

Drei Stunden lang debattiert der Bundestag am 13. November über das Thema Sterbehilfe. Drei Minuten dauert der Radiobericht der ARD-Hörfunkkorrespondentin Rebecca Lüer, die eine Ehrenamtliche des Malteser Hospizdienstes in Berlin bei Ihrer Arbeit begleitet hat. Bundesweit sind es bei den Maltesern über 2.800 Ehrenamtliche, die im Jahr mehr als 8.600 Schwerstkranke und Sterbende begleiten und auch den Angehörigen beistehen. Denn es sind Schmerzen, Einsamkeit und das Gefühl, mit den schwierigen Lebensumständen überfordert zu sein, lassen den Wunsch aufkommen, das Leiden aktiv verkürzen zu wollen.

Bis Herbst 2015 sollen die Regelungen zur Beihilfe zum Suizid vom Gesetzgeber neu gefasst werden. Die Malteser haben sich kürzlich, wie auch der Deutsche Hospiz- und Palliativverband, zu Wort gemeldet. Sie lehnen jede Form der organisierten Beihilfe zum Suizid ab – ebenso wie die Möglichkeit, dass Ärzte Patienten bei der Selbsttötung helfen. Stattdessen fordern sie den Ausbau der Strukturen in der Hospiz und Palliativversorgung und eine bessere Aufklärung der Bevölkerung über Angebote, mit denen  Menschen auch bei schwersten Krankheiten die Schmerzen genommen werden können und mit denen sie nicht allein gelassen werden.

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