Demenz geht alle an: Malteser schulen Einzelhandel
KOMPETENZ IN DEMENZ

Demenz geht alle an: Malteser schulen Einzelhandel

Wer kennt das nicht: eine lange Schlange im Supermarkt, eine Kakophonie aus dudelnder Hintergrundmusik, Kassengeklingel und quengelnden Kindern; dann ist man endlich dran, versucht den Einkauf so schnell wie möglich im Wagen oder in der Tasche zu verstauen und kramt schließlich unter den vernichtenden Blicken der anderen Kunden nach dem passenden Kleingeld im Portemonnaie, das einem womöglich auch noch herunterfällt. Das ist schon für Otto Normalverbraucher Stress pur – um wie viel mehr erst für einen Demenzkranken!

Unsere Einkaufswelt hat sich in den vergangenen Jahren stark verändert – sie ist schneller, anonymer und vielfältiger geworden. Wer bis vor einigen Jahren noch bei Tante Emma um die Ecke seinen persönlichen Bedarf gedeckt hat, tut sich damit ohnehin schwer. Einkaufen bedeutet für einen Demenzkranken aber nicht nur ein Stück Selbständigkeit, das als Ressource so lange wie möglich erhalten bleiben sollte, sondern auch eine gute Gelegenheit für soziale Kontakte. Viele Betroffene leben im Anfangsstadium der Demenz noch zuhause und versorgen sich selbst – besonders dann, wenn sie allein sind, weil der Partner gestorben ist und die Kinder weit weg wohnen.

Um das Bewusstsein der Einzelhandelsmitarbeiter zu schärfen und um sie auf das oftmals irritierte Verhalten Demenzkranker vorzubereiten, bieten die Malteser am Bodensee zusammen mit der Caritas erstmals spezielle Schulungen an. Dieses Angebot kann auf Wunsch auch direkt im Betrieb umgesetzt werden und soll auch auf andere Branchen wie Banken, Handwerk oder Gastronomie ausgeweitet werden.

Eine gute Idee und genau das Richtige für Handelsbetriebe und Dienstleister mit Pioniergeist!
Weitere Informationen und Termine gibt es hier oder direkt bei den Maltesern in Konstanz, Telefon 07531-81040.

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