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SICH ENGAGIEREN

„Engagement macht stark“ – wer stärkt die Ehrenamtlichen?

„Engagement macht stark!“ – so lautet das Motto der diesjährigen Woche des bürgerschaftlichen Engagements. Der Auftakt zur neunten Auflage der bundesweiten Aktionswoche fand am 10. September in der rheinland-pfälzischen Staatskanzlei in Mainz statt.

Die Malteser, die in diesem Jahr zum wiederholten Mal Partner des Bundesnetzwerks Bürgerschaftliches Engagement (BBE) sind, spielten dabei eine – im wahrsten Sinne des Wortes – „tragende“ Rolle: Über 40 Helferinnen und Helfer der Malteser Mainz schrieben das Motto in großen Lettern in die Luft, als Ministerpräsidentin Malu Dreyer und der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Dr. Hermann Kues, zusammen mit Carola Schaaf-Derichs (BBE) und dem Malteser Vorstand Douglas Graf von Saurma-Jeltsch vor der Staatskanzlei den offiziellen Startschuss gaben.

In der Tat: kaum jemand verkörpert das selbstbewusste Ehrenamt besser als die Malteser: Seit sechs Jahrzehnten zählt der Malteser Hilfsdienst zu den renommierten mitgliederstarken Ehrenamtsorganisationen. Heute engagieren sich mehr als 48.000 Menschen unentgeltlich für andere – in den verschiedensten Diensten von A wie Ausbildung bis Z wie Zivil- und Katastrophenschutz.

Alle Grußworte, Reden und auch die anschließende Podiumsrunde zum Auftakt der Aktionswoche machten deutlich, wie wichtig das ehrenamtliche Engagement ist – sowohl für jeden einzelnen, der Hilfe braucht, als auch für den gesellschaftlichen Zusammenhalt im Ganzen. Als Malteser freuen wir uns über das Lob von Ministerpräsidentin Malu Dreyer, die die Malteser in Mainz stellvertretend für alle anderen ehrenamtlich Aktiven adressierte: „Herzlichen Dank für Ihren vielfältigen Einsatz – machen Sie weiter so!“

Wir machen so weiter; aber wir müssen auch noch ein gutes Stück darüber hinausgehen. Alle Redner der Auftaktveranstaltung baten unisono um politische Unterstützung für die Stärkung des Ehrenamts. Genau das ist der Punkt: Ehrenamt hat Zukunft, denn auch heute wollen sich viele Menschen einbringen. Aber die Bedingungen dafür müssen stimmen.

Daraus ergeben sich Hausaufgaben für jede Organisation, die mit Ehrenamtlichen arbeitet. Selbstkritisch stellen wir fest, dass – obwohl vieles bereits gut läuft – wir diejenigen, die sich engagieren möchten, noch nicht immer und überall so unterstützen können, wie sie es sich wünschen und wir es uns vorstellen. Vor allem aber nimmt dies die Politik und die Gesellschaft in die Pflicht, die Wertschätzung für die Leistungen des Ehrenamtes endlich in klare und verlässliche Rahmenbedingungen zu münzen. Nur so werden diejenigen, die sich engagieren wollen, auch die notwendige Klarheit und Sicherheit erhalten.

„Die Engagierten stärken“ wäre in diesem Sinne ein ebenso treffendes Motto gewesen –vielleicht als Anregung für die zehnte Woche des Bürgerschaftlichen Engagements im kommenden Jahr?

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