Lachen-ist-gesund
KOMPETENZ IN DEMENZ

Humor hilft fast immer – und auch bei Demenz

Das zumindest glaubt David Sieveking, und er weiß, wovon er spricht: „Ich glaube, dass es sehr heilsam ist, mit Demenzerkrankten zu lachen; es befreit und lindert Schmerzen“, so der Filmemacher, der seine Mutter gepflegt und ihre Krankheit bis zum Tod 2012 dokumentiert hat.

Sie verliert ihr Gedächtnis, aber nicht ihren Humor. Und sie verliert Hemmungen und zeigt Gefühle wie nie, verliebt sich neu in den Vater. Das intellektuelle Alt-68er-Paar (er Mathematik-Professor, sie Moderatorin und politische Aktivistin) findet durch die Krankheit zu emotionaler Nähe. In ihrer schweren Demenz entwickelt Gretel Sieveking eine neue Sensibilität, aber auch Klarheit und Direktheit in den Empfindungen.

Dass Humor die beste (jedenfalls eine nebenwirkungsfreie!) Medizin ist, weiß schon der Volksmund. Und er wird bestätigt vom Neurologen Viktor E. Frankl, der sagt: „Humor ist die Waffe der Seele im Kampf um Selbsterhaltung“. Besonders bei einer Demenzerkrankung können sowohl Betroffene als auch Betreuende damit manche Situation entschärfen und den Krankheitsalltag besser bewältigen.

Der sehr persönliche und poetische Film heißt „Vergiss mein nicht“, hat den Hessischen Filmpreis 2012 gewonnen und kommt am 31. Januar 2013 ins Kino (mehr dazu unter http://www.farbfilm-verleih.de/filme/vergiss_mein_nicht.html). Unter demselben Titel ist parallel im Herder Verlag ein Buch von David Sieveking erschienen. Reinschauen lohnt.

 

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