Betreute Demenzpatienten in der Malteser Einrichtung Casa Malta.
KOMPETENZ IN DEMENZ

Kontakte: am Anfang einer Demenz wichtig wie Medikamente

Mit dem Malteser Tagestreff „Margarete und Fritz Faber“ in Esslingen-Weil schaffen die Malteser ein in Baden-Württemberg neues Angebot für Menschen in der Frühphase einer Demenz. Während Tagespflegeeinrichtungen, in denen demenziell erkrankte Menschen unabhängig von der Krankheitsphase gemeinsam versorgt werden, schon relativ lange existieren, sind Initiativen speziell für Menschen im Frühstadium der Krankheit noch selten.

Mit ihren bundesweit inzwischen sechs Tagestreffs konzentrieren sich die Malteser insbesondere auf Personen im frühen Stadium der Erkrankung. Einerseits, weil es wichtig ist, bestimmten Symptomen wie Orientierungs- und Sprachstörungen frühzeitig zu begegnen, um Lebensqualität zu erhalten und den Verlauf der Demenz zu verlangsamen. Andererseits, weil sich viele Erkrankte nach der Diagnose zurückziehen und zu vereinsamen drohen.

Gerade im Frühstadium der Demenz sind soziale Kontakte fast wichtiger als Medikamente. In den Tagestreffs sorgen haupt- und ehrenamtliche Malteser dafür, dass die Sinne weiter angeregt, Fähigkeiten weiter gefördert werden, damit die erkrankten Menschen weiterhin am sozialen und gesellschaftlichen Leben teilnehmen können. Dank der aktivierenden Begleitung tun die Tagesgäste hier die ‚alltäglichen‘ Dinge, die eigentlich verloren schienen. Das stabilisiert und macht selbstsicherer, und das Fortschreiten der Demenz kann verlangsamt werden. 

Soviel Engagement braucht Partner: Bereits seit 2009 arbeiten die Malteser mit der von der schwedischen Königin Silvia gegründeten Silviahemmet-Stiftung zusammen. In Esslingen unterstützt die Stuttgarter Faber-Stiftung den Aufbau und den Betrieb des Malteser Tagestreffs großzügig.

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