HOSPIZARBEIT UND PALLIATIVMEDIZIN

Malteser: Organisierte Beihilfe zur Selbsttötung verbieten

Jegliche organisierte Beihilfe zur Selbsttötung soll gesetzlich verboten werden – und das schließt explizit auch die Beihilfe durch Ärzte ein. Mit diesem Appell wenden sich die Malteser an die Abgeordneten des Bundestags, der am 13. November 2014 über das Thema assistierter Suizid diskutiert.

„Wir sollten Menschen, die am Leben verzweifeln, die Verzweiflung nehmen, nicht das Leben“, sagt Dr. Franz Graf von Harnoncourt, Geschäftsführer im Bereich Medizin und Pflege der Malteser Deutschland gGmbH, die Träger von Krankenhäusern, Altenhilfeeinrichtungen, Palliativstationen und ambulanten Diensten ist.

Dazu sind keine weiteren gesetzlichen Regelungen nötig. In ihrem Positionspapier fordern die Malteser stattdessen verstärkte Anstrengungen für ein mit mehr menschlicher Zuwendung verbundenes „begleitetes Sterben“ in Deutschland. Dieses müssen wir wieder in der Mitte unserer Gesellschaft verankern. Möglich wird das durch den intensiven Ausbau der Hospizarbeit und schmerzlindernden (palliativen) Versorgung. Parallel dazu sollten die Bevölkerung und alle beteiligten Berufsgruppen vom Hausarzt bis zur Krankenpflegerin besser über die Angebote informiert werden.

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