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Libanon: Malteser helfen nach Explosion in Beirut

Trümmer soweit das Auge reicht. Die schwere Explosion im Hafen von Beirut, der Hauptstadt des Libanon, hat zu schweren Schäden in der Stadt geführt. Viele Tausend Menschen wurden verletzt, Hunderte verloren ihr Leben. Es waren so viele, dass die noch funktionierenden örtlichen Krankenhäuser schnell übelastet waren. Die Malteser haben sofort alle medizinischen Kapazitäten, die sie im Libanon haben, in Beirut für eine schnelle Hilfe der Verletzten und Obdachlosen zusammengezogen. Zudem leisten unzählige Freiwillige des libanesischen Malteserordens soziale Unterstützung. Mitarbeiter der Malteser haben mit Betroffenen und Helfern gesprochen:

Malteser helfen den verletzten Menschen vor Ort

George Haji, 40, war gerade im Fitnessstudio, als die Explosion geschah. Durch die heftige Detonation wurde er am Kopf, am Mund sowie an den Fingern verletzt und mit mehreren Stichen genäht. Dass die Malteser ganz in der Nähe seiner Wohnung eine mobile Klinik eingerichtet haben, hat er von seinem Nachbarn erfahren. Dort hat er eine Anlaufstelle, um seine Wunden untersuchen zu lassen und die Verbände zu wechseln. Neben der Reparatur seiner Wohnung ist das gerade das wichtigste für ihn. „Ich danke den Maltesern und Deutschland für die schnelle und unkomplizierte Hilfe“, sagt George und verlässt die mobile Klinik mit neuen Verbänden und Medikamenten gegen seine Schmerzen.

Hunderte Frewillige der Malteser stehen den Verletzten und Obdachlosen bei

Elias, 30 Jahre, arbeitet seit September 2019 mit Malteser International zusammen. „Es ist eine gute Erfahrung“, erzählt er. „Wir helfen den Menschen und das allerwichtigste: Wir sind in direktem Kontakt mit den Verletzten“, so Elias weiter. Die Helfer vor Ort wissen genau, woran es fehlt und mit welchen Problemen die Betroffenen kämpfen. „Wir möchten ihnen die Situation so gut wie möglich erleichtern, sprechen mit ihnen über ihre Probleme und versuchen insbesondere, sie bei der Genesung zu unterstützen“, beschreibt Elias seine Aufgaben. Schon vor der Explosion war die medizinische Versorgung aufgrund der Wirtschaftskrise angespannt, doch jetzt fehlen medizinisches Personal und generelle Arzneimittel an allen Ecken und Enden.

Die Malteser helfen vor Ort. Ihr Ziel ist es, die Versorgung verletzter und kranker Menschen in Beirut schnell zu verbessern und langfristig im Libanon zu helfen. Hier können Sie unsere Arbeit unterstützen.

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